Kategorie: Für Eltern und Angehörige (Seite 1 von 3)

Setze Dir Handlungsziele!

Du trainierst regelmäßig, um Dein Handicap zu verbessern?
Oder Du bist Mama bzw. Papa und trainierst/übst regelmäßig (spielerisch) mit Deinem Kind?
Dann habe ich heute eine Strategie für Dich, mit der Du langfristig motiviert dabei bleibst!

Auf Anfang: 

Normalerweise ist es im Training oder auch im Alltag so: Wir setzen uns Ergebnisziele. Wir wollen ein Ergebnis erreichen. Z.B. den betroffenen Arm ausstrecken lernen, die Hand drehen können, gezielt greifen, den Fußheber ansteuern usw.
Und, wenn wir das können bzw. wenn das Kind das kann, ist das Ziel erreicht.

Ergebnisziele können eine Zeit lang motivieren; vor allem, wenn man sich vorab klarmacht:
Was kann ich, wenn ich das Ziel erreicht habe, im Alltag alles besser und leichter?
Bzw. was schafft mein Kind besser und leichter?

Z.B. Gläser halten, Taschen tragen, Türen oder Schränke öffnen, mit Messer und Gabel essen, klettern, laufen, joggen usw.

Es gibt aber einen Haken!

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„Wann sage ich ihnen am besten, dass ich eine Behinderung habe?“

Ich bekomme immer mal wieder die Frage von Menschen mit Handicap:
„Wenn ich Leute kennenlerne, wann sage ich ihnen am besten, dass ich eine Behinderung, Einschränkung, Handicap habe?“.

Auch viele Eltern fragen: „Wann sage ich bzw. wann sagt mein Kind am besten, dass es eine Hemiparese hat?“

Wenn ich dann frage: „Wie machst Du`s bisher?“ oder „Wie macht Ihr`s bisher?“, kommt meist die Antwort: „Eigentlich sofort, wenn ich/wir andere kennenlerne(n).“

Ich habe es früher ganz genauso gemacht und war lange davon überzeugt, dass es das Beste ist, gleich von meiner Hemiparese zu sprechen.

Der Grund:

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Ein Kinderbuch für Kinder mit Hemiparese

Heute will ich Dich mal in mein aktuelles Lieblingsprojekt erzählen:

Ich starte gerade mit einer Kinderbuchreihe über ein Mädchen mit Hemiparese!

In meiner Kindheit gab es so gut wie kein Kinderbuch, das „Handicaps“ thematisierte. Heute gibt`s einige, doch meistens über Kinder mit Handicap und weniger aus der Sicht eines Kindes mit Handicap. Das will ich ändern!
Deshalb entwickle ich gerade die Geschichte(n) von Lea!

So wird Lea aussehen:

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Warum Vergleiche für die Katz sind!

Ich habe mich früher immer wieder mit anderen Kindern verglichen. Und da niemand in meiner Umgebung eine Hemiparese hatte, konnte ich nur verlieren. Ich habe immer wieder festgestellt: Die anderen können besser rennen, klettern, Fahrradfahren usw. Und das hat was mit mir gemacht. Ich fühlte mich mies und ich verfluchte meine Hemiparese.

Aus Eltern-Coachings weiß ich:

Auch viele Eltern vergleichen ihr Kind mit anderen. Und das ist auch irgendwie klar, denn, man ist als Mama bzw. Papa ja nicht blind. Man sieht andere Kinder, die kein Handicap haben und vieles einfach besser und/oder schneller können (z.B. laufen, basteln, Fahrradfahren).
Hinzu kommt: In der Kindheit wird einfach viel festgeschrieben. Es wird immer wieder gesagt: „Ein Kind in dem Alter muss das und das können, um „normal“ entwickelt zu sein.“. Bei vielen sorgt das für zusätzlichen Druck.

Was passiert, wenn wir vergleichen?

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Wenn Arztbesuche und Einschätzungs-Gespräche anstehen!

Zurzeit spreche ich viel mit Eltern von Kindern mit Hemiparese.
Und was mir auffällt:

Eltern werden ganz oft damit konfrontiert, was ihr Kind alles nicht kann, wo es sich verbessern muss, wo es Baustellen hat; 

in Gesprächen mit Erziehern in der Kita, beim Arztbesuch, manchmal auch während der Therapie des Kindes. Viele Erwachsene mit Handicap kennen das auch – der ständige Fokus auf das, was noch nicht läuft.

Und das erzeugt natürlich alles andere als gute Gefühle!

Im Gegenteil, es sorgt für Stress, Unsicherheit, vielleicht auch Wut.
Und oft führt es auch dazu, dass Eltern selbst umso mehr darauf achten, was bei ihrem Kind alles nicht geht. Das „Problem“ mit der Hemiparese wird größer und größer!
Vielleicht kennst Du das von Dir, wenn Du Mama oder Papa bist.

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp:

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Ein schmaler Grat

Hin und wieder bekomme ich den Hinweis von Eltern von Kindern mit Handicap:

„Hey Janina, ich finde, manchmal übertreibst Du es. Du setzt Dir immer Ziele, die für Menschen mit Hemiparese scheinbar unerreichbar sind. Ich finde, es ist völlig okay, Dinge auch mal nicht zu können.“

Ich hau`s jetzt mal kurz raus:

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Für Kinder, die sich mit ihrem Handicap auseinandersetzen wollen

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Ideen, die es Kindern möglich machen, sich auf eine positive Weise mit ihrer besonderen körperlichen Situation (ihrem Handicap) zu beschäftigen. Und eine meiner Klientinnen hat mich in diesem Zusammenhang auf ein ziemlich interessantes Projekt aufmerksam gemacht:

Individuelle Puppen mit Handicap!

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Tolle Idee für Kinder, die Mut brauchen

In meinen Coachings mit Eltern von Kindern mit Handicap kommt dieses Thema häufig auf:

„Meinem Kind fehlt oft der Mut!“

Kind, das Mut braucht… der Mut, Neues einfach mal auszuprobieren,

… der Mut, Dinge, die schon öfter nicht geklappt haben, weiter zu versuchen (z.B. Schwimmen oder Fahrradfahren) oder

… der Mut, auch in der Kita alles mitzumachen.

Ich erinnere mich auch noch ziemlich gut daran, wie das bei mir war!

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Wie fördere ich mein Kind mit Hemiparese? Interview

Kind mit Hemiparese fördern - Frau mit Tochter spielendIm Interview spreche ich heute mit Maike, die Mama von einem Kind mit Hemiparese ist. Wir sprechen

  • über die Herausforderungen von Maike und ihrer Tochter Ida im Alltag,
  • wie Maike Ida spielerisch fördert und unterstützt,
  • wie Ida das Fahrradfahren gelernt hat und
  • wie Maike und Ida gemeinsam Strategien entwickeln, damit Ida auch mit Handicap genau das schafft, was sie will.

Wenn Du Mama oder Papa von Kind mit körperlichem Handicap bist, kannst Du daraus bestimmt viele Tipps und Ideen mitnehmen.

Ganz viel Spaß beim Gucken!

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Wann fördere ich mein Kind genug?

Fördere ich mein Kind genug? - Mama mit Kind am StrandIm Gespräch mit Eltern von Kindern mit körperlichem Handicap taucht immer wieder eine Frage auf: Fördere ich mein Kind genug? Oder auch: Überfordere ich es?

Wenn Du selbst Mama oder Papa bist, hast Du Dich das vielleicht auch schon gefragt.

Eltern im Zwiespalt

Ich bekomme regelmäßig mit, dass Eltern ihr Kind einerseits bestmöglich unterstützen wollen; sie gehen zur Physiotherapie, zur Frühförderung, beantragen Orthesen und Laufhilfen für es, motivieren es spielerisch, seine betroffene Hand mehr einzusetzen usw. 

Andererseits fragen sich viele: Wann ist genug genug? Wann überfordere ich vielleicht auch?

Diesen Zwiespalt kennen auch viele Erwachsene mit Handicap!

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