Leichter in den Tag starten – So geht`s!

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe manchmal so Tage, an denen es mir schwerfällt, motiviert in den Tag zu starten.

Leichter in den Tag starten - Frau am Fenster sieht raus.Manchmal…
… weil ich nachts schlecht/ wenig geschlafen habe.
… weil so viel zu tun ist.
… weil ich Angst davor habe, mich einer Herausforderung zu stellen, die heute auf mich wartet.

Kennst Du das auch von Dir?

In letzter Zeit kommt es bei mir tatsächlich häufiger mal vor, dass ich morgens keine Lust auf den Tag habe!

Ich probiere deshalb seit ein paar Tagen eine neue Technik aus, die ich von Markus Schulten, einem bekannten Networker, kennengelernt habe. Er wiederum hat sie vermutlich aus einem bekannten Blog namens „mymonk.de“, denn dort habe ich sie ebenfalls gefunden.

Unabhängig davon, wo sie herkommt, diese Technik funktioniert bei mir in den letzten 3 Tagen richtig gut!

Daumen hochMir fällt es morgens deutlich leichter, motiviert mit meiner Hand zu trainieren und in meine Arbeit reinzukommen!
Vielleicht probierst Du sie mit mir in den nächsten Tagen zusammen aus, wenn auch Du morgens leichter in den Tag starten willst!

Führe ein Morgentagebuch!

So startest Du leichter in den Tag - Das MorgentagebuchWenn Du mich schon länger verfolgst, weißt Du: Ich bin ein großer Fan des Erfolgstagebuchs; einem Buch, in dem man täglich all seine positiven Erfahrungen und Erfolge festhält.

Das Morgentagebuch geht tiefer!

Es geht nicht nur darum, darin ausschließlich Positives festzuhalten, sondern auch seine Sorgen, Ängste und Herausforderungen, (ich weigere ich mich, das Wort „Problem“ zu sagen,) darin aufzuschreiben und sich konstruktiv, lösungsorientiert damit zu befassen.

Der Ansatz: Man schreibt sich aufgebauten Ballast, Druck oder auch seine Ängste von der Seele.

Und ich muss sagen: Mir hilft das sehr, ich fühle mich leichter, wenn ich genau das morgens mache!

Es kommt darauf an, wie man Tagebuch schreibt!

Das ist wichtigEs geht nicht darum, jetzt jeden Morgen ausschließlich all seine Sorgen und Schwierigkeiten aufzuschreiben. Das würde vermutlich dazu führen, dass diese Sorgen im Kopf immer größer und größer werden. Markus Schulten schlägt in seinem Podcast eine klare Vorgehensweise vor: einen 7 Tageszyklus und jeden Tag beschäftigt man sich mit einem anderen Thema.

So könntest Du Dein Morgentagebuch schreiben:

Tag 1:

Am 1. Tag schreibst Du in Dein Morgentagebuch: Gibt es etwas, das Du Dir vergeben könntest? Mir fällt da spontan ein: Ich könnte mir vergeben, dass ich in den letzten Tagen nicht ganz so motiviert war. Was fällt Dir ein?

Schreibe auch auf: Gibt es etwas in den letzten Tagen, dass nicht so schön war, aber trotzdem lehrreich? Wenn ja, was hast Du daraus gelernt?

Tag 2:

Schreibe in Dein Morgentagebuch (niemand außer Dir liest es): Welche Ängste hast Du?

Welche Erwartungen würdest Du gerne loslassen (z.B. Erwartungen, die Du an Dich selbst stellst oder auch Erwartungen, die andere an Dich stellen).

Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, Du könntest nicht scheitern?

Was würdest Du tun, wenn Du Deine Ängste nicht hättest? … wenn Du keine Erwartungen zu erfüllen hättest?

Eine meiner größeren Ängste zurzeit: Durch die Nominierung für den Motivationspreis von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe werde ich gerade häufiger interviewt; für Zeitungen, aber auch für`s Fernsehen. Und da habe ich einen ziemlich großen Respekt vor. Es war hilfreich, das einfach mal aufzuschreiben und zu überlegen, was ich tun würde, wenn ich diese Angst nicht hätte – locker bleiben, es mit mehr Leichtigkeit angehen ;). Daran arbeite ich gerade!

Tag 3: (Bei diesem Tag bin ich heute)

Schreibe auf: Wofür bist Du dankbar? Warum bist Du dafür dankbar? Und auch: Was magst Du an Dir selbst? Worauf bist Du stolz?

Ich weiß inzwischen ziemlich genau, wofür ich alles dankbar bin (für große Dinge wie meine körperlichen Erfolge, für die Nominierung, für meine Beziehung, für meine Familie, aber auch ganz kleine Dinge wie mein weiches Kissen abends im Bett, Lichtschalter, meine Kaffeemaschine usw.).

Aber ich habe bisher wenig darüber nachgedacht: Warum bin ich dafür dankbar? Ich kann Dir diese Frage nur wärmstens empfehlen. Denn, sich mehr damit zu befassen, löst unglaubliche Glücksgefühle aus! Und die wiederum helfen Dir dabei, motiviert in Deinen Tag zu starten!

Tag 4:

Welchen kleinen Schritt könntest Du in Deinem Leben gehen, zu dem Dir bisher der Mut gefehlt hat? Was müsstest Du dafür tun?

Wovor hast Du Sorge bzw. was hält Dich bisher ab?

Und dann: Was könnte bestenfalls passieren, wenn Du Dich traust, den Schritt zu gehen?

Auch ein super interessantes Fragenpaket, das dazu einlädt, über die eigenen Grenzen hinauszudenken, sich aus der Komfortzone herauszuwagen. Ich freue mich schon darauf, die Fragen morgen zu beantworten.

Tag 5:

Heute geht`s um Dein Umfeld. Wer ist da und unterstützt Dich? (z.B. in Deiner Familie, in Deinem Freundeskreis, unter den Therapeuten).

Wer gibt Dir Kraft?

Wem könntest Du „Danke“ sagen?

Wer ist vielleicht aber auch da und raubt Dir Kraft und Energie?

Willst Du Dich ggf. auch von jemandem verabschieden?

Tag 6:

Gibt es etwas, das Du verändern willst? Oder auch etwas, das Du ganz aufgeben willst?

Gibt es etwas, das Du in der Vergangenheit aufgegeben hast, was im 1. Moment zwar traurig war, was aber im Nachhinein absolut richtig und wichtig war?

Als ich diese Fragen gelesen habe, fiel mir sofort ein: Ich bin froh, mein Masterstudium in den Rehawissenschaften aufgegeben zu haben. Ich hatte damals das Gefühl: Ich bin gescheitert, weil ich mal etwas nicht bis zum Ende durchgezogen habe. Aber heute weiß ich: Es war absolut der richtige Schritt. Denn so habe ich früher mit dem angefangen, was ich so liebe: Andere coachen und ihnen helfen, ihr Handicap zu verbessern.

Tag 7:

Was würdest Du tun, wenn Du heute neu anfangen könntest?

Wer oder was könnte Dir helfen, wenn es Dir gerade einmal nicht so gut geht? Wer oder was könnte Dir helfen, nach vorne zu sehen?

Wie könnte Dein Neuanfang aussehen?

Eine intensive, aber wirkungsvolle Technik!

Leichter in den TagIch bin, wie gesagt, gerade mitten drin im Ausprobieren des Morgentagebuch-Schreibens. Und ich merke: Es verändert etwas in mir. Ich gehe meinen Sorgen und Ängsten gedanklich nicht mehr aus dem Weg. Ich nehme mir morgens Zeit für sie und schreibe sie auf. Und alleine, weil sie notiert sind, kann ich mich tagsüber viel besser auf andere Dinge (meine Arbeit, mein Training usw.). Ich fühle mich leichter.

Ich freue mich schon auf die nächsten Tage mit dem Morgentagebuch und lade Dich ein: Probier`s doch einfach selbst mal aus! Kaufe Dir ein schönes Notizbuch oder erstelle Dir ein Worddokument auf Deinem PC, schnapp Dir die Fragen zu Tag 1 und lege los.

Viel Erfolg und Spaß dabei!

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Schreibst Du auch Tagebuch? Was bewirkt es bei Dir?

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  1. Sabine Wessely

    Liebe Janina,
    ich hatte letztes Jahr im Dezember eine Hirnblutung und eine linksseitige Hemiparese.Mir ging es mit den ärztlichen Prognosen wie Dir und ich habe in der Reha viel Eigeninitiative und Humor aufgebracht, um mein Ziel, laufend die Reha zu verlassen zu verwirklichen. Ich habe mit einer Mitrehabilitandin eine Webseite gegründet: mit Ungeduld und Humor dem Schlaganfall trotzen. sabinew.de. wir waren auch für den Motivationspreis nominiert und dadurch habe ich auch von Deiner Seite erfahren. Wir haben durch die Seite so viel gewonnen. Motivation, Kontakte und viel Spass und Zuversicht.
    Jeder Tag ist ja eine Herausforderung. Ich hatte Mal, als meine Kinder klein waren den Wunsch, die Welt Mal einen Tag aus den Augen eines Kindes zu sehen. Nach meiner Hirnblutung hatte ich dann mehr solche Tage als mir lieb war. Ich musste alles von Anfang an wieder lernen. Aber ich will das alles auch nicht missen. Ich kann inzwischen auch wieder Auto fahren, aber ich lass mich auch nicht stressen, wenn die Anforderungen des Tages manchmal zu hoch sind. In der Ergotherapie bin ich zur Zeit an einer Kletterwand Zugänge, wegen dem reflexkrie Chen nach Vojta. Das ist so anstrengend,t dass ich mich zu dem Termin von meinem Mann fahren lasse. Und wenn ich Auto fahre müssen auch weniger anstrengende Ziele sein, der Spass darf nicht zu kurz kommen. Ich führe auch Tagebuch. Da stehen hauptsächlich positive Dinge, die mich motivieren, aber auch, wenn mir mein Kopf einen Strich durch die Rechnung macht, weil ich negativ getriggert bin. Liebe Grüße und Glückwunsch zum Preis

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