Wie behindert bist du eigentlich?!

3 Dinge, über die es sich jetzt lohnt, nachzudenken!

Corona ist eine Zeit, die ziemlich nervt und Sorgen bereitet.

Aber: Einen Vorteil hat diese Zeit:

Die meisten von uns haben gerade mehr Zeit. Und ich lade Dich ein, diese Zeit zu nutzen; z.B. mit diesen 3 Dingen:

1. Eine kleine Reflexion:
Wo stehst Du gerade im Hinblick auf die Verbesserung Deines körperlichen Handicaps?

Genau über diese Frage habe ich mir in den letzten Tagen Gedanken gemacht.

Warum macht das gerade jetzt Sinn?
Naja, weil inzwischen schon ein Drittel des neuen Jahres hinter uns liegt. Und damit wir von dem restlichen Jahr so richtig profitieren können, ist es hilfreich zu überlegen: Wie ist der Ist-Stand und wo will ich in diesem Jahr noch hin?

Also habe ich meine Ziele für 2020 hervorgekramt und überlegt:

Inwiefern bin ich meinen Zielen schon näher gekommen?
Welche Fortschritte habe ich bereits gemacht?
Was liegt noch vor mir?
Vielleicht auch: Haben sich meine Ziele in den letzten Wochen und Monaten verändert?

Meine Erkenntnis daraus: Ich habe schon mehr geschafft, als ich dachte! Die Drehung meiner rechten Hand macht Fortschritte, mein Ringfinger und mein kleiner Finger werden langsam unabhängiger von den anderen Fingern und auch mein Fußheber ist auf einem super Weg!
Gleichzeitig weiß ich: Es liegt noch viel vor mir!

Wo stehst Du gerade im Hinblick auf die Verbesserung Deines Handicaps?

Schnapp Dir einen Zettel und Stift und schreibe es mal auf. Und ich weiß, das ist manchmal gar nicht so leicht, weil die Fortschritte oder die feinen Unterschiede, die man sieht, oft so klein und unbedeutend erscheinen; nach dem Motto: „Das sind doch gar keine richtigen Erfolge. Ich hab in diesem Jahr noch nicht viel erreicht!“.

Und glaube mir, ich kenne dieses Gefühl! Trotzdem kann ich Dir versichern: Ein genauer Blick lohnt sich!

  1. Weil Du sehr wahrscheinlich, wenn Du länger darüber nachdenkst, mehr Fortschritte sehen wirst, als Du denkst und
  2. um herauszufinden: Bin ich gerade auf dem richtigen Weg? Funktionieren die Übungen, die ich gerade mache, helfen sie mir, meine Ziele zu erreichen? Oder muss ich in meinem Training etwas verändern?

2. Probiere etwas Neues aus oder mache mal wieder etwas, wofür Du Dir sonst wenig/ gar keine Zeit nimmst!

Etwas, wofür ich mir sonst wenig Zeit nehme und was ich wieder total für mich entdeckt habe: Meditation. Der Fokus auf den Atem, das Hineinspüren in den Körper, nur im Hier und Jetzt sein; Das ist unglaublich hilfreich zum Runterkommen und Entspannen und auch für mein Training mit meiner rechten Hand.

Denn, wenn ich meditiert habe, spüre ich meine Hand danach besser. Ich nehme sie mehr wahr und kann sie dadurch gezielter steuern. Vielleicht probierst Du es selbst mal aus. Auf YouTube z.B. findest Du ganz viele geführte Meditationen, die den Einstieg erleichtern.

Oder Du probierst etwas anderes aus bzw. nimmst Dir Zeit für z.B.

  • Backen; ein super Training für die Feinmotorik,
  • Basteln,
  • ein schönes Buch lesen,
  • zocken am PC oder mit der Konsole,
  • ein bisschen Sport – Falls Du Lust darauf hast, jedoch keine Übungen kennst, die man auch mit Hemiparese machen kann, schaue gerne mal auf dem YouTube-Kanal meines Therapiezentrums vorbei, in dem ich regelmäßig trainiere. Dort findest Du viele Übungen:
  • klettern im Wald oder spazieren gehen oder
  • im Flussbett über Steine balancieren; das will ich bald wieder machen, jetzt wo das Wetter immer besser wird.

3.  Befasse Dich (erneut) mit Deinen Glaubenssätzen!

Glaubenssätze; das sind unsere Überzeugungen und Gedanken über uns selbst, andere und die Welt. Sie sind auf der einen Seite unglaublich wichtig,

  • weil sie uns dabei helfen, die Welt einzuordnen (z.B. „Die Welt ist so und so.“). Ein Glaubenssatz, den wir wohl alle schon als Kinder kennenlernen: „Vorsicht, die Herdplatte ist heiß!“
  • weil sie uns Kraft geben (z.B. der Glaubenssatz: „Wir meistern diese Krise.“) und
  • uns dabei helfen können, unsere Ziele auch wirklich anzugehen (z.B. „Ich erreiche meine Ziele.“)

Auf der anderen Seite können uns bestimmte Glaubenssätze auch unglaublich behindern; wie z.B.

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich kann das nicht.“ oder auch
  • „Ich bin nicht erfolgreich.“

Mein früherer Lieblings-Glaubenssatz:

„Ich habe eine Hemiparese – Also kann ich das nicht“; z.B. klettern, Fußball spielen, Schlittschuh laufen usw.
Es hat ewig gedauert, bis ich gemerkt habe, wie sehr mich dieser Glaubenssatz blockiert und mich auf der Stelle stehen bleiben lässt.

Vielleicht hast Du auch eine ähnliche Überzeugung, die Dich immer wieder behindert. Falls ja, dann ist mein Tipp ganz klar:

Nutze die Zeit, setze Dich mit diesem negativen Glaubenssatz auseinander und löse ihn Stück für Stück auf. Eine wirkungsvolle Technik hierbei: „The Work“ von Byron Katie.

In einer früheren Mittwochs-Motivation und auch in einem meiner Blogbeiträge erkläre ich genau diese Technik und zeige Dir, wie Du sie anwendest:

Hier findest Du den Blogbeitrag zu The Work (klick) >> 

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