Wie behindert bist du eigentlich?!

Wenn die Ungeduld im Training auftaucht!

Wenn Du ab und an, vielleicht sogar ganz regelmäßig mit Deiner betroffenen Hand oder Deinem betroffenen Bein trainierst, hast Du vielleicht auch schon die Erfahrung gesammelt:
Bis man Fortschritte macht und die Hand/das Bein beweglicher wird, kann es dauern! Manchmal richtig lang!

Meine Coachin hat irgendwann mal zu mir gesagt: „Es ist kein Sprint sondern ein Marathon!“ Und das stimmt. Falls Du selbst eher ungeduldig bist, könnte dieser Impuls helfen:

Setze den Fokus bewusst mal auf Handlungsziele!

Im Alltag konzentrieren wir uns häufig auf Ergebnisziele. Bezogen auf`s Training mit der Hand/dem Fuß: Wir wollen ein bestimmte Bewegung verbessern oder lernen. Beispielsweise ein Glas mit der betroffenen Hand halten, zweihändig Obst oder Gemüse schneiden, das Handgelenk beweglicher machen, besser laufen, joggen oder… oder… Das sind Ergebnisziele.

Bis wir diese erreichen, vergeht jedoch oftmals viel Training und Zeit. Und es geht mal mehr, mal weniger vorwärts. 

Deshalb zusätzlich Handlungsziele – Ziele, die sich auf eine oder mehrere Handlungen beziehen. Ein Beispiel:
„Heute mache ich folgende 3 Übungen – erst dehne ich meine betroffene Hand, dann mache ich die Greifübung aus der letzten Ergotherapie-Stunde, danach das Handgelenks-Training – und anschließend ist mein Ziel für heute erreicht.“

 

Warum ein Handlungsziel?

Dieses Ziel ist relativ unabhängig davon, welche Fortschritte Du während des Trainings machst und wie lange Du dafür brauchst. Und, Du bist jeden Tag ein bisschen erfolgreich, nämlich dann, wenn Du Dein Handlungsziel erreichst und die Übungen geschafft hast. 

Klar, Du kommst dadurch bei Deinem Ergebnisziel nicht schneller vorwärts. Darum geht`s hierbei auch nicht!
Es geht darum, Dir ein bisschen Druck zu nehmen, in jedem Training vorwärts kommen zu müssen. Denn das ist nicht so. Wir alle haben gute und weniger gute bis miese Tage. Wichtig ist, dass wir uns darauf konzentrieren, worauf wir Einfluss haben: Nämlich dranzubleiben, weiter Gas zu geben!

By the way:

 

Handlungsziele können natürlich auch variieren!

Du musst Dir nicht jeden Tag das gleiche Handlungsziel setzen. Möglicherweise setzt Du Dir an einem Tag Handlungsziele für Deine Hand, an einem anderen für Dein Bein und Deinen Fuß. Und am nächsten Tag wechselst Du wieder.

Oder: An Tagen, an denen Deine betroffene Seite nicht so will wie Du, reduzierst Du vielleicht Deine Übungen oder nimmst Dir Entspannung als Handlungsziel vor. 

Ein Handlungsziel könnte auch eine bestimmte Haltung sein, mit der Du ins Training gehst. Z.B.: „Ich schaue heute bewusst darauf, was mir gelingt!“

 

Nicht nur im Handicap-Training hilfreich…

… sondern z.B. auch im Job, beim Lernen von Instrumenten, einer bestimmten Sportart oder… oder…
Im Alltag haben wir immer wieder Projekte, bei denen wir nicht jedes Mal vorwärts kommen (können). Auch hier können Handlungsziele in Form von Arbeitsschritten, To-Dos oder Übungen hilfreich sein. 

Probiere es gerne mal aus, setze Dir ein Handlungsziel – entweder in Deinem Training oder auch ganz generell in Deinem Alltag!

Viel Erfolg Dir dabei!

 

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