3 Impulse, die Dein Leben ein bisschen leichter machen können!
Das Leben mit Handicap kann einen manchmal so richtig herausfordern. Da sind vielleicht
- die anstrengenden Therapien und das viele Üben zu Hause,
- ggf. Beschwerden mit der Schulter, dem Rücken oder den Knien,
- die Arbeit oder auch die Arbeitssuche,
- das Beantragen diverser Hilfsmittel oder… oder…
Gerade deshalb ist es wichtig, immer mal wieder zu schauen:
Was könnte mir mehr Leichtigkeit bringen?
Oder: Was könnte meinen Alltag erleichtern?
Die Antworten darauf sind natürlich immer individuell. Wenn Du Lust hast, denke nach diesem Blogbeitrag kurz mal drüber nach.
Ich habe heute 3 Impulse für Dich gesammelt, die Dir vielleicht schon dabei helfen können, mehr Leichtigkeit in Deinen Alltag zu bringen!
1. Impuls: Überlege regelmäßig abends beim Abendessen oder im Laufe des Abends: Was war heute lustig? Worüber hast Du gelächelt oder zumindest geschmunzelt?
Lachen macht leichter, kann Schmerzen lindern, Stress reduzieren und unser Immunsystem stärken.
Auch darüber nachzudenken, was heute lustig war, kann leichter machen! Denn wir lenken den Fokus weg von Negativem, z.B. dem, was heute nicht so gut gelaufen ist und konzentrieren uns stattdessen auf Positives.
Und das muss gar nichts Großes sein. Vielleicht hast Du heute über einen Witz Deines Physiotherapeuten oder Deiner Ergotherapeutin geschmunzelt.
Vielleicht hat Dir eine Person ein nettes Kompliment gemacht und Du hast gelächelt.
Oder möglicherweise hast Du ein witziges Video auf YouTube, Instagram oder TikTok gesehen und daraufhin gegrinst.
Probier`s mal aus und überlege die kommenden Abende mal: Was war heute witzig/lustig?
2. Impuls: Mache Dir im Alltag häufiger bewusst: Ich darf mir Zeit nehmen!
Ich weiß, das ist gar nicht so einfach, denn mit Hemiparese oder einem ähnlichen Handicap kann man schnell mal in Stress geraten. Oft dann, wenn man das Gefühl hat, nicht schnell genug zu sein. Sei es beim Anziehen, beim Laufen, beim Bezahlen und Einräumen der gekauften Waren im Supermarkt, beim Sprechen oder… oder…
Manchmal spannt dann auch noch die Hand, der Fuß oder der ganze Körper stärker an und alles geht (gefühlt) noch langsamer.
Umso wichtiger, sich im Alltag immer mal wieder klarzumachen: „Ich darf mir Zeit nehmen.“
Warum? Zum einen, weil wir unseren Kopf dadurch ein Stück weit entlasten. Wir nehmen uns den Druck, schnell sein zu müssen. Denn das müssten wir oft gar nicht.
Häufig sind es unsere eigenen Gedanken, die uns zur Eile antreiben und uns stressen. Gedanken wie z.B.: „Der Mann hinter mir an der Kasse denkt jetzt bestimmt: Bor, ist der/die langsam. Oder: Geht`s nicht auch schneller?“
Ob der Mann das wirklich denkt? In vielen Fällen bleibt es offen.
Oder möglicherweise stressen Dich auch Gedanken wie: „Hoffentlich kriege ich das Schuhe/Jacke anziehen, die Begrüßung anderer mit der betroffenen Hand oder das Treppenlaufen gleich hin.“
In beiden Fällen kann der Satz „Ich darf mir Zeit nehmen.“ hilfreich sein und Dir den (gedanklichen) Druck nehmen, alles sofort schaffen zu müssen.
Zum anderen wirkt sich dieser Satz bei vielen mit und ohne Handicap auch körperlich aus. Wir entspannen uns ein bisschen mehr, atmen vielleicht sogar kurz mal durch. Und mit mehr Entspannung klappt vieles im Alltag (ein bisschen) leichter.
Versuche den Satz mit in Deinen Alltag zu nehmen und schaue mal, wie er für Dich funktioniert.
3. Impuls: Baue kleine Pausen in Deinen Tag ein!
Das ist etwas, woran ich mich zugegebenermaßen immer wieder selbst erinnern muss ;): Nimm Dir kurze Pausen!
Beispielsweise nach Deinem Einkauf und der Hektik an der Kasse, nach Deinen Therapien, nach dem nervigen Beantragen und/oder während und nach Deiner Arbeit.
Die Pausen müssen gar nicht lang sein (mal abgesehen von der Mittagspause vielleicht). Schaue z.B. für ein paar Minuten aus Deinem Fenster in die Weite. Das kann die Augen entspannen, gerade, wenn Du viel vor einem Bildschirm arbeitest.
Oder mache Dir einen Tee, ein frisches Glas Wasser und trinke ganz entspannt ein paar Schlucke. Oder gehe einen Moment vor die Türe und genieße die frische Luft.
Es ist nicht so wichtig, was genau Du tust. Viel wichtiger ist, dass Du Dir bewusst ein paar Minuten Zeit für Dich nimmst.
Un erst danach steigst Du wieder in Deinen Alltag ein. Auch das kann erleichtern und mehr Kraft für den Tag geben!
Falls Du es nicht schon machst, probiere die kurzen Pausen in Deinem Alltag mal aus!
Und überlege jetzt vielleicht nochmal weiter:
Was könnte Dir darüber hinaus mehr Leichtigkeit bringen?
Ganz viel Erfolg Dir dabei!

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