Wie behindert bist du eigentlich?!

Das 2. Jahr mit Wie behindert bist Du eigentlich?!

2018 ist bald schon wieder um. Kaum zu glauben: Jetzt schreibe ich schon beinahe 2 Jahre diesen Blog und nehme Dich seither mit auf die Reise zur Verbesserung meiner Hemiparese.

Wie gefällt es Dir bisher?

Heute schauen wir nochmal zurück! Was ist in diesem Jahr eigentlich alles passiert?

Im Januar ging`s los mit dem Tanzen!

Ich lernte meine Hüfte richtig wahrzunehmen und auch zu bewegen. Früher bewegte ich beim Tanzen so ziemlich alles; meine Beine, meine Arme, meinen Kopf, nur eben meine Hüfte nicht. Ich fühlte mich deshalb immer wie ein steifes Brett. Inzwischen ist das anders! Ich bewege meine Hüfte endlich wie all die anderen Mädels in der Disco auch, was mich mega freut. Endlich kann ich so richtig abtanzen, ohne mich dabei komisch und unbeweglich zu fühlen.

Weiter ging`s mit meinen 5 Zielen!

Im Januar legte ich 5 Ziele fest, die ich in diesem Jahr mit meiner rechten Hand erreichen wollte:

  • Skifahren mit 2 Stöcken,
  • einen normalen Automatik-Führerschein machen,
  • das Messer in der rechten Hand halten und damit schneiden,
  • die Links- und Rechtsbewegung meines rechten Handgelenks
  • und meinen Ringfinger und kleinen Finger einzeln bewegen.

Das 1. Ziel war Anfang Februar bereits erreicht!

Ich schaffte es schneller als ich dachte, statt mit nur einem mit 2 Stöcken den Berg auf Skiern herunterzufahren. Es machte sehr viel Spaß und kostete mich weniger Konzentration als ich dachte. Es funktionierte einfach! Hammer!

Als nächstes kam der Führerschein!

Ein großes Projekt, dass schon Ende 2017 mit der verkehrsmedizinischen Untersuchung begann. Nachdem ich diese gemeistert hatte, meldete ich mich Anfang diesen Jahres in einer Fahrschule an. Dort nahm ich ein paar Fahrstunden, um das ganz normale Fahren zu üben. Früher fuhr ich ja immer mit einem zweiten Gaspedal auf der linken Seite und einem Multifunktions-Drehknopf auf dem Lenkrad durch die Gegend (mit dem ich blinken, hupen und den Scheibenwischer bedienen konnte).

Dann war es soweit: Die Prüfung stand an und ich war total aufgeregt. Doch mein Fahrlehrer hatte mich super vorbereitet und die Prüferin war sehr nett. Meine Aufregung legte sich schnell und ich schaffte es: Ich bestand die Führerscheinprüfung.

Aber Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn…

… nicht für jedes Gutachten ein weiteres Gutachten benötigt würde! Meine Fahrprüferin erklärte mir am Ende der Fahrprobe, dass sie ja gar nicht entscheiden könne, ob ich jetzt einen normalen Führerschein bekäme oder nicht. Dafür bräuchte ich einen weiteren Gutachter, der auf Basis meines verkehrsmedizinischen Gutachtens und der Stellungnahme der Fahrlehrerin ein weiteres Schreiben ausstellen sollte. Und in diesem Schreiben würde letztendlich festgelegt, ob ich einen normalen Automatik-Führerschein bekäme oder nicht.

Dann endlich: Der Erfolg!

Am 09. Mai hielt ich endlich meinen ganz normalen Führerschein in der Hand! Das nächste Ziel für dieses Jahr war erreicht!

Weiter ging`s mit dem Handgelenks-Training!

Zusammen mit meiner Ergotherapeutin fing ich Anfang Juni an, die Beweglichkeit meines Handgelenks aktiv zu trainieren. Mein Ansporn: Ich wollte es auf der Hochzeit meines Bruders am 1. September diesen Jahres schaffen, möglichst viele Gäste mit der rechten Hand zu begrüßen. Die Voraussetzung: Ich bekam mein Handgelenk unter Kontrolle!

In dieser Zeit erlebte ich einige Hochs und Tiefs. Ich stellte fest: Mein Ziel war gar nicht so leicht zu erreichen. Mal bewegte sich mein Handgelenk etwas, mal blieb es ganz steif. Es war frustrierend!

Doch schließlich klappte auch das! Ich erreichte mein Ziel. Ich schaffte es, vielen Gästen auf der Hochzeit meine rechte Hand zu reichen!

Wieder ein Fortschritt, der mir zeigte: Ich kann meine körperliche Situation aktiv beeinflussen! Ich kann sie trainieren und meine Ziele erreichen!

Fakt ist: Es geht immer noch besser als es gerade ist!

Wenn ich eines meiner Ziele erreiche, denkt ein kleiner Teil von mir immer: „Das geht aber noch besser! Du musst Dein Handgelenk noch mehr…“

Aber genau dieses Denken bringt mich nicht weiter! Wenn ich mich immer nur darauf konzentriere, was noch nicht ist, dann demotiviert mich das. Ich sehe dann nur den langen Weg, den ich noch vor mir habe.

Akzeptanz ist hier gefragt!

Es ist wichtig, mir keinen Druck zu machen und mehr zu akzeptieren, dass mein Ziel, meine Hemiparese zu heilen, eher einem Prozess gleicht und kein fester Zielpunkt ist. Ich werde vermutlich mein ganzes Leben lang noch etwas an meiner Hand oder meinem Fuß verbessern können; Und das ist auch okay so! Zentral ist dabei, dass ich mir immer wieder vor Augen führe, was ich schon alles geschafft habe. Denn das motiviert mich und zeigt mir, dass es vorwärts geht!

Im Verlauf des Jahres trainierte ich noch…

… das Messerhalten und –schneiden mit der rechten Hand. Auch hier klappt es inzwischen immer besser. Zähes Fleisch durchschneiden ist noch eine Herausforderung für mich, genauso wie Pizza. Aber je mehr Kraft ich in meiner rechten Hand aufbaue, desto besser funktioniert es.

… und ich trainierte die Beweglichkeit meines Ringfingers und meines kleinen Fingers. Meinen kleinen Finger kann ich inzwischen leicht einzeln bewegen.

Auch das Spreizen und Schließen zwischen kleinem Finger und Ringfinger klappt dank der Übung mit dem Korken deutlich besser!

Hier geht`s zur Übung mit dem Korken!

Aber ich bin noch im Prozess!

Im Nachhinein denke ich: Mein letztes Ziel, meinen kleinen Finger und meinen Ringfinger einzeln zu bewegen, war etwas zu groß. Denn es gibt bei diesem Ziel einfach so viel zu lernen; das Beugen und Strecken der Finger, das Spreizen und Schließen, die Beweglichkeit der einzelnen Fingergelenke… Immer wieder stelle ich fest: Die Beweglichkeit der Hand ist sehr komplex.

Deshalb arbeite ich auch Anfang des nächsten Jahres genau an diesem Ziel weiter. Ich bin schon gespannt darauf, wann ich es erreiche.

Auch die Kann-Ich-Liste kam wieder zum Einsatz!

Weil ich, wenn es um actionreiche Aktivitäten geht, ein kleiner Angsthase bin, habe ich letztes Jahr die Kann-Ich-Liste entwickelt. Sie hilft mir aber nicht nur dabei, mich meiner Angst zu stellen, sondern auch dabei, mehr Vertrauen in meine rechte Körperhälfte aufzubauen.

In diesem Jahr habe ich das Kartfahren ausprobiert (nicht so mein Ding),

ich war inlineskaten (nach wie vor eine große Herausforderung für mich)

und ich war zum 2. Mal Segway fahren (einfach der Hammer, ich liebe es!)

Mehr Leser, mehr Zuschriften!

Ich bin sehr glücklich darüber, dass in diesem Jahr deutlich mehr Menschen meinen Blog und inzwischen auch meinen Youtube-Kanal verfolgen und mich auf meinem Weg begleiten. Vielen Dank für die Kommentare, Likes und alle Zuschriften, die ich von Dir bekomme! Das motiviert mich immer sehr und bringt mich jedes Mal zum Lächeln.

Ich habe in diesem Jahr meine ersten Coaching-Erfahrungen gesammelt!

Anfang diesen Jahres habe ich meine systemisch-humanistische Berater- und Coaching-Ausbildung abgeschlossen.

Ich träume ja schon lange davon, als Coach anderen Menschen, die ebenfalls eine besondere körperliche Situation haben, dabei zu helfen, diese aktiv zu verbessern. Ich will ihnen die Techniken weitergeben, die mich weitergebracht haben; Denn ich bin davon überzeugt: Wenn ich meine Ziele erreiche, schaffen andere das auch!

Genau deshalb habe ich in diesem Jahr ein Coaching-Konzept ausgearbeitet. Und ich hatte auch schon meine ersten Klienten, die ich auf ihrem Weg zur Verbesserung ihrer körperlichen Situation begleiten durfte und denen ich wirklich helfen konnte! Der Hammer! Ich freue mich schon jetzt auf viele weitere Coaching-Erfahrungen.

 

2018 – Ein tolles Jahr!

Auch in diesem Jahr habe ich wieder einiges geschafft und viele Ziele erreicht. Das freut mich sehr! Vieles lief anders als erwartet. Manches ging ganz schnell, anderes dauerte ziemlich lang.

Mal war ich mega motiviert, mal hatte ich einen kleinen Durchhänger.

Doch vor allem hat es mir Spaß gemacht! Ich liebe die Arbeit mit meiner Hemiparese. Durch sie bin ich nonstop kreativ, entwickle immer wieder neue Strategien, werfe alte über Bord, lese tolle Bücher, trainiere viele Stunden und erziele immer wieder Erfolge.

Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr und bin gespannt, was ich dann so alles schaffe. Zurzeit arbeite ich schon an meinem Zielefahrplan für 2019.

Apropos Zielefahrplan für 2019…

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