Wie behindert bist du eigentlich?!

Die Wunderknete

Ich arbeite jetzt seit einiger Zeit mit Therapieknete. Und ich muss sagen, sie ist eines meiner besten Trainingsmittel. Warum? Sie ist unglaublich vielseitig!

Ich kann damit unterschiedlichste Übungen machen, welche die Feinmotorik meiner rechten Hand fördern.

In diesem Beitrag will ich Dir gerne ein paar Übungen zeigen, die ich mit meiner Therapieknete regelmäßig mache. Wenn Du selbst Hemiparese oder eine andere besondere körperliche Situation hast, die deine Hände betrifft, können diese Übungen auch Deine Feinmotorik stärken. 

Ein wichtiges Detail vorab: Du benötigst hierfür einen Tisch, an den Du Dich setzen kannst. Nur so kannst Du die Übungen richtig anwenden.

 

Das ist meine Therapieknete:

Unter diesem Beitrag findest Du einen Link, mit dem Du Dir diese Knete selbst kaufen kannst.

Therapieknete unterscheidet sich insofern von herkömmlicher Knete, als dass sie nicht am Tisch oder an Deiner Kleidung haften bleibt. Sie lässt sich immer wieder neu kneten und formen und behält ihre Konsistenz bei. Für Trainingszwecke eignet sie sich daher besser als andere Knete.

Übung Nummer 1: Schnecken drehen

Diese Übung ist einfach und sehr effektiv.

Im Vorfeld der Übung legst Du die Knete auf einen Tisch und formst sie mit Deiner betroffenen Hand zu einer langen und relativ dünnen Rolle.

Dann legst Du sie waagerecht vor Dich hin. Anschließend nimmst Du eines der Enden der Knete und formst es mit der betroffenen Hand zu einer Schnecke.

Bei dieser Bewegung ist es wichtig, dass du alle Finger Deiner Hand mit einbeziehst. Auf diese Weise kannst Du die Beweglichkeit Deiner gesamten Hand verbessern.

Im Anschluss an den ersten Durchgang wiederholst Du die Übung und nimmst das andere Ende der Knete. Wenn noch Zeit bleibt, lege die gerollte Knete senkrecht vor Dich hin und rolle sie erneut zu einer Schnecke.

Diese Übung fördert die Feinmotorik Deiner Finger. Alle Finger müssen hierbei zusammenarbeiten, um eine „schöne“ Schnecke hinzubekommen.

Ich habe es mit dieser Übung geschafft, meinen Zeige- und Mittelfinger einzeln zu bewegen!

Übung Nummer 2: Knete ziehen

Für diese Methode formst Du die Knete ebenfalls zu einer langen Rolle und legst sie waagerecht vor Dich hin. Danach ziehst Du mit dem Zeigefinger und Daumen Deiner betroffenen Hand senkrecht ein Stück aus der Knete heraus. Dabei hältst Du das Reststück der Rolle mit der anderen Hand fest. Es entsteht ein Knetfaden, den Du oberhalb der Knete ablegst. Im Idealfall bleibt der Faden mit dem großen Stück Knete verbunden.

Das gleiche wiederholst Du mit den übrigen Fingern (Mittelfinger-Daumen, Ringfinger-Daumen, kleiner Finger-Daumen). Immer wieder ziehst Du senkrecht Fäden aus der Knete heraus und legst sie oberhalb davon ab.

Wenn alle Finger dran waren, rollst Du die oberen Enden der Fäden so auf, dass sie wieder Teil der großen Knetrolle werden. Hierfür nimmst Du jeweils nur einen Finger Deiner Hand. Den ersten Faden rollst du mit dem Zeigefinger auf, den zweiten mit dem Mittelfinger und so weiter.

Auch mit dieser Übung werden die Finger Deiner betroffenen Hand gezielt gefördert. Es ist meine persönliche Lieblingsübung, da sie mir bereits sehr viel gebracht hat. Durch sie habe ich gelernt, meinen Ringfinger und meinen kleinen Finger richtig zu bewegen!

Übung Nummer 3: Kraftaufbau mit Knete

Für diese Übung benötigst Du nur ein kleines Stück Knete. Etwa so viel:

Auch diesen kleinen Knetklumpen formst du zunächst mit Deiner betroffenen Hand zu einer Rolle. Dann drückst Du die Spitze Deines Zeigefingers auf die Deines Daumens. Im Anschluss wickelst Du die Rolle mit Deiner anderen Hand um diese beiden Finger.

Jetzt versuchst Du, Deinen Daumen und Zeigefinger wieder voneinander weg zu drücken. Die Knete wird dabei auseinandergezogen.

Du wirst hierbei merken, dass die Knete einen leichten Widerstand erzeugt, gegen den Du ankämpfen musst. So kannst Du ganz einfach Kraft in Deinen Fingern aufbauen.

Die gleiche Übung wiederholst Du mit den übrigen Fingern (Daumen-Mittelfinger, Daumen-Ringfinger und Daumen-kleiner Finger).

Auch diese Übung gefällt mir persönlich sehr gut, da hierbei nicht nur die Feinmotorik, sondern auch der Muskelaufbau in den Fingern verbessert wird.

Die drei Übungen, die ich Dir hier aufgezeigt habe, sind ein Teil meines täglichen Trainings.

Ich hoffe, sie bringen auch Dir Erfolge im Hinblick auf die Feinmotorik Deiner Hand.

Schreibe gerne in die Kommentare, ob diese Übungen Dich in Deinem Training weiterbringen. Vielleicht entdeckst Du während des Trainings auch eine neue Lieblingsübung für Dich.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar zum Thema.

2 Kommentare

  • Hallo Janina!
    Ich finde deinen Blog echt toll! Ich habe ungefähr das gleiche Problem mit meiner linken Hand. Auf den Bildern habe ich gesehen das deine rechte Hand eigentlich recht muskulöse und locker ist. Machst du dafür spezifische Therapien? ( außer die Therapieknete )Auf den Bildern hast du schöne manicurte Nägel. Ich habe meisten Probleme, dass sich meine linke Hand bei der Manicure verkrampft. Was machst du dagegen? Würd mich freuen,wenn du mir weiter helfen könntest! Lg Andrea

    Antworten
    • Hallo Andrea,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt!

      Ah, Du hast also auch eine ähnliche körperliche Situation wie ich.
      Um meine Hemiparese zu verbessern, gehe ich regelmäßig zu meiner Ergotherapeutin und trainiere täglich zu Hause. Dadurch wurde meine rechte Hand schnell muskulöser, lockerer und beweglicher. Im Laufe der Zeit gingen dabei auch meine Krämpfe in der rechten Hand weg.
      Zu Hause trainiere ich mit unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel Knete, Murmeln und Bällen.
      Richtige Erfolge erziele ich jedoch erst, seitdem ich meine rechte Hand aktiv in den Alltag einbeziehe. Alles, was ich mit meiner rechten Hand machen kann, mache ich auch mit ihr. Meine linke Hand hat dann für eine Weile Pause.
      Außerdem setze ich mir motivierende Ziele, an denen ich arbeite. Dadurch komme ich zu meinen Erfolgen.

      Wenn Du weitere Tipps und Tricks für Deine Hand haben möchtest, schreibe mir gerne eine E-Mail. Dann kann ich gezielter auf Deine Fragen eingehen.
      Meine E-Mailadresse lautet: http://www.info@wie-behindert-bist-du-eigentlich.de

      Ich freue mich auf Deine Nachricht :).

      Liebe Grüße,
      Janina

      Antworten

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