Kategorie: Aus der Coaching-Praxis (Seite 1 von 5)

Coaching-Referenz verfasst von Michaela Hlousa-Weinmann

Hallo,

 

ich bin Michaela, 52 Jahre alt und komme aus Wien. Bei einer missglückten Operation im März 2018 erlitt ich einen Schlaganfall durch eine Luftembolie. Seitdem habe ich eine linksseitige spastische Hemiparese.

Ich konnte mich in den ersten Monaten nur im Rollstuhl fortbewegen. Mittlerweile kann ich wieder ohne Hilfsmittel einigermaßen gehen.

 

Meine linke Hand (ich bin noch dazu Linkshänderin) habe ich aber nur sehr wenig bis gar nicht eingesetzt, ich habe sie schlichtweg „vergessen“. Irgendwann hatte ich mit meiner körperlichen Situation, mit meinen Einschränkungen beim Gehen und meiner Einhändigkeit abgefunden und machte mir ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen, dass ich an diesem Zustand noch etwas verbessern könnte.

Da wurde ich auf Janinas Blog und ihre Videos aufmerksam:  kann es tatsächlich funktionieren, ein Handicap aktiv zu verbessern? So habe ich beschlossen, ein 6 Wochen-Power-Coaching-Programm mit Janina zu machen.

 

Als erstes

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Wie Du Deine negativen Glaubenssätze so richtig ins Wanken bringst!

Jeder kennt sie: Negative Glaubenssätze. Sie schränken uns ein, lassen uns an uns selbst zweifeln und manchmal führen sie sogar dazu, dass wir erst gar nicht mit dem anfangen, was wir uns wünschen; z.B. ein Ziel angehen, das wir seit Jahren erreichen wollen.

„Das kann ich nicht!“
„Ich bin nicht erfolgreich.“

Oder auch so Fragen wie:

„Bin ich gut genug?“
„Funktioniert das auch wirklich?“
„Soll ich nicht lieber…“

Sätze bzw. Fragen wie diese kommen auch mir immer mal wieder in den Kopf; vor allem dann, wenn ich mir neue aufregende Ziele setze, wenn ich Dinge umsetze, die ich bisher noch nie gemacht habe (z.B. Klettern in der Halle) oder wenn ich einfach mal einen schlechten Tag habe.

 

Glaubenssätze haben eine wichtige Funktion!

Glaubenssätze sind Annahmen über die eigene Person, über das eigene Leben und die Welt im Allgemeinen. Sie helfen uns dabei, uns in dieser Welt zurechtzufinden, indem sie unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln in die ein oder andere Richtung beeinflussen. Sie schützen uns vor Gefahren (man denke an die heiße Herdplatte). Wenn sie positiv sind, können sie uns Kraft und Mut geben à la „Ich schaffe das!“.

 

Doch häufig behindern sie uns auch!

Sie führen dazu, dass wir passiv werden und nicht in die Umsetzung unserer Ziele kommen oder sogar dazu, dass wir aufgeben.

 

Während der Arbeit mit meiner Hemiparese habe ich gemerkt:

Glaubenssatzarbeit ist das A und O. Es ist wichtig, sich mit dem auseinanderzusetzen, was man für wahr hält. Es gilt zu überprüfen, ob dieser Glaube einen stark macht und nach vorne bringt oder ob er einen möglicherweise blockiert oder sogar schwächt.

Wenn ich im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel beispielsweise glaube: „Das schaffe ich niemals.“ Dann brauche ich nicht mal mit dem Training anzufangen, denn mein Unterbewusstsein wird schon dafür sorgen, dass ich Recht behalte.

 

„The Work“ – Eine tolle Methode, um Glaubenssätze zu hinterfragen

The Work stammt von Byron Katie und ist inzwischen weltweit populär. Es ist eine Art schriftliche Meditation, die mir schon oft dabei geholfen hat, einige meiner negativen Glaubenssätze so richtig ins Wanken zu bringen. Byron Katie hat sich mithilfe dieser Methode selbst von ihrer schweren Depression geheilt.

 

Heute will ich Dir einen Teil von The Work vorstellen!

Ich zeige Dir 4 einfache, aber sehr wirkungsvolle Fragen, die Dir dabei helfen können, Dich intensiv mit Deinen negativen Glaubenssätzen zu befassen und sie ein Stück weit loszulassen.

Okay, legen wir los!

 

Schritt 1: Überlege Dir einen negativen Glaubenssatz, der Dich einschränkt und an dem Du gerne arbeiten würdest.

Hast Du einen?
Gut, dann schreibe ihn auf ein weißes Blatt Papier.

 

Schritt 2: Gehe die 4 folgenden Fragen einzeln durch. Schließe dabei Deine Augen und lass Dir Zeit, sie zu beantworten.

1. Ist Dein Glaubenssatz wahr?
Ja oder nein?

2. Kannst Du zu 100 % sicher sein, dass er wahr ist?
Es geht um 100 %, nicht um 99 %. Also Ja oder nein?

3. Was passiert, wenn Du diesem Satz glaubst?
Wo wird es eng, wo kommt Druck auf?
Wie reagierst Du, wenn Du diesen Satz glaubst?
Wie gehst Du mit Dir um? Wie mit Deinem Umfeld?
Wie läufst Du durch Dein Leben?
Welche Gefühle kommen in Dir auf?

4. Wer wärst Du ohne diesen Glaubenssatz?
Wie wäre Dein Leben dann?

 

Schritt 3: Beantworte die Fragen noch einmal schriftlich.

Nutze dafür einfach das Blatt, auf dem bereits Dein Glaubenssatz steht.

 

Feststeht: Glaubenssatzarbeit ist immer ein Prozess!

Selten ist es uns möglich, einen Satz, den wir schon immer für wahr gehalten haben, innerhalb eines Tages aufzulösen und ohne ihn weiterzuleben.

Aufgaben bzw. Fragen wie diese führen aber dazu, dass wir uns der negativen Wirkung dieser Glaubenssätze auf uns selbst; auf unsere Gefühle, unser Denken und Empfinden bewusst werden.

Außerdem helfen sie uns dabei, den Wahrheitsgehalt hinter diesem Glauben kritisch zu überprüfen. Und alleine das kann manchmal dazu führen, dass wir einem bestimmten Satz, den wir lange für richtig gehalten haben, keinen Glauben mehr schenken.

 

Mein Tipp der Woche für Dich:

Wenn Du auch immer mal wieder mit negativen Glaubenssätzen haderst, dann gehe diese Fragen einmal ganz bewusst durch. Nehme Dir jeden Glaubenssatz einzeln vor und lasse Dir die Zeit, die Du benötigst.

 

Und wenn Du noch intensiver an Deinen Glaubenssätzen arbeiten willst:

The Work steht jedem kostenfrei im Internet zur Verfügung und umfasst noch viel mehr als diese 4 Fragen! Mit einer weiteren sehr effektiven Technik kann Dir The Work dabei helfen, negative Gedanken und Gefühle umzuwandeln und Dich so von ihnen zu befreien.

Wenn Dich das interessiert, klicke hier und Du wirst zu The Work weitergeleitet.

 

Wie gefällt Dir The Work? Schreibe es in die Kommentare!

„Welches Hilfsmittel passt zu mir?“ Warum es bei dieser Frage auf Dein Denken ankommt!

In letzter Zeit werde ich immer mal wieder gefragt:
„Janina, hast Du eigentlich Erfahrungen mit Orthesen? Und hast Du vielleicht Tipps für mich, welche Orthese zu mir passen könnte?“

 

Meine Antwort auf die 1. Frage:

Ja, ich habe Erfahrungen mit Orthesen.

Als ich noch kleiner war, schätzungsweise so 9 oder 10 Jahre, bekam ich eine Orthese für die rechte Hand bzw. den rechten Arm, die ich über Nacht tragen sollte. Sie sollte mir dabei helfen, dass meine Hand in der Nacht offen und auch mein Handgelenk in einer geraden Position blieb.

Cooles Ziel, allerdings reagierte ich ein paar Wochen, nachdem ich die Orthese zugeschickt bekommen hatte, allergisch auf das Innenfutter der Orthese. Ich bekam am Arm und in der Hand Ausschlag.

Die Konsequenz: Schon nach wenigen Wochen schlief ich wieder ohne das Hilfsmittel; bis vor kurzem..

Seit etwa 3 Monaten trage ich wieder eine Orthese; eine Nachtlagerungsorthese für mein rechtes Bein. Das Ziel: die passive Dehnung meiner Achillessehne.

Allerdings trage ich die Orthese nicht nachts (wie man bei einer Nachtlagerungsorthese annehmen sollte), sondern abends für einige Zeit, da ich nachts Druckstellen von ihr bekomme.

 

2. Frage: „Hast Du Tipps, welche Orthese zu mir passt?“

Wie Du gerade gelesen hast, habe ich selbst nur ein paar Erfahrungen mit Orthesen. Da kennen sich die Sanitätshäuser deutlich besser aus und können verschiedenste Varianten anbieten.

 

Trotzdem habe ich einen Tipp:

Ganz gleich, welches Hilfsmittel Dich interessiert (eine Orthese, ein neuer Rollstuhl, elektronische Muskelstimulation, was auch immer):
Dein Denken bzw. Deine Einstellung gegenüber dem Gerät hat großen Einfluss darauf, ob und wie es Dir letztendlich wirklich hilft!

 

Ein Beispiel: Meine Orthese und ich

Als ich die Orthese für mein Bein bekam, war ich zunächst wenig begeistert. Es war für mich sehr ungewohnt, sie zu tragen. Außerdem stellte ich schnell fest, nachts konnte ich sie einfach nicht tragen. Ich musste sie, wenn überhaupt, abends anziehen. Dabei kam mir gleich der Gedanke:
„Man, das sieht richtig kacke aus!“

Es fühlte sich so an, als würde ich statt einen Schritt nach vorne, einen nach hinten machen. Die Orthese machte meine Hemiparese wieder sichtbarer. Ich hatte plötzlich abends einen Klotz am Bein. Das gefiel mir gar nicht. Und so trug ich die Orthese nur selten und möglichst kurz.

Es dauerte, bis ich merkte: Mit dieser Einstellung geht`s nicht! Mit dieser Denkweise kann ich die Orthese vergessen, hätte sie am besten gar nicht erst bei der Krankenkasse beantragt!

 

Es musste eine andere Einstellung her!

Und das gelang mir schließlich, indem ich meinen Fokus veränderte; weg von dem, wie ich mit der Orthese aussah, hin zu dem, wobei mir die Orthese helfen sollte; nein, helfen wird:

Sie hilft mir auf Dauer dabei, noch besser zu laufen, zu rennen, zu tanzen und insgesamt beweglicher zu werden!
Und diese Ziele sind mir wichtiger, als dass ich vorübergehend abends nicht so cool aussehe.

Was hat sich dadurch verändert?
Inzwischen ist die Orthese für mich ein richtiges Trainingsgerät für mein Bein; ähnlich wie meine Therapieknete, die Murmeln und Steinchen für meine Finger.
Ich habe deutlich mehr Motivation, die Orthese regelmäßig zu tragen. Ich ziehe sie fast jeden Abend an.

Insofern: Die eigene Einstellung, das eigene Denken über das jeweilige Gerät, entscheidet mit, ob und inwiefern es uns wirklich hilft und ob es zu uns passt.

 

Mein Tipp für Dich:

Wenn bei Dir gerade die Entscheidung ansteht, Orthese ja oder nein (oder auch ein anderes Hilfsmittel), frage Dich:
Welche Gedanken kommen in Dir hoch, wenn Du an das Gerät, das Hilfsmittel denkst? Eher positive oder negative?

Und wenn Du feststellst, es sind eher negative, dann überlege mal:
Was muss das Gerät, das Hilfsmittel leisten, dass Du es trotzdem regelmäßig und motiviert nutzt?
Welches Ziel willst Du damit erreichen?

Die gleichen Fragen lohnt es sich natürlich auch zu stellen, wenn Du bereits eine Orthese oder ähnliches besitzt, sie jedoch kaum oder gar nicht trägst.

 

Und noch zum Abschluss:

Falls Du bei Deinen Überlegungen merkst: „Ich habe absolut keine Lust auf die Orthese, das Hilfsmittel!“, dann bitte lass sie weg!

Es bringt nichts, Dich immer wieder dazu zu zwingen, sie zu tragen. Dann ist das einfach nicht Dein Weg und das ist auch absolut in Ordnung!

Ich bin sicher: Es gibt weitere Möglichkeiten, wie Du mit einem guten Gefühl an Dein Ziel kommen kannst.

 

Welche Erfahrungen hast Du mit Orthesen, bzw. Hilfsmitteln allgemein? Schreibe es in die Kommentare!

So findest Du Deine Ziele für 2020!

Letzte Woche habe ich Dir meine Top 5 Ziele für 2020 vorgestellt, an denen ich dieses Jahr arbeiten will.

 

Hier geht`s zum Blogbeitrag (klick) >>

Hast Du schon Ideen, was Du dieses Jahr umsetzen willst; was Du an Deinem körperlichen Handicap aktiv verbessern willst?

 

Um meine Ziele für das neue Jahr festzulegen und auch für die Zielklärung mit meinen Klienten nutze ich 7 einfache, aber sehr effektive Fragen.

 

4 von diesen Fragen will ich Dir heute mit an die Hand geben!

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Warum überhaupt Ziele setzen?

Es ist Januar, das Jahr hat gerade begonnen; die perfekte Zeit, um sich Ziele für 2020 zu setzen!

Doch warum ist das eigentlich so entscheidend für Dein Training mit Deiner Hand, Deinem Fuß? Das erfährst Du im Video!

Viel Spaß beim Gucken!

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Weihnachtszeit – Zeit der kreativen Trainingsmöglichkeiten

Na, schon im Weihnachtsfieber? Hast Du schon die ersten Geschenke gekauft, den ersten Weihnachtsmarkt besucht und die ersten Weihnachtssongs gehört?

Ich bin inzwischen schon so richtig in Weihnachtsstimmung, dekoriere die Wohnung und backe Plätzchen. Und dabei kommen mir immer wieder richtig coole Trainingsideen für mich und meine rechtsseitige Hemiparese. Vielleicht sind ein paar für Dich dabei!

 

Doch vorab eine Frage an Dich: Hast Du Ideen, wie könntest Du Deine besondere Hand in Deinem Weihnachts-Alltag trainieren bzw. mehr einsetzen?

 

Hier ein paar Ideen:

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Handicap aktiv verbessern: So findest Du Deine blinden Flecke im Alltag!

Heute geht`s um ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt:

 

Blinde Flecken im Alltag!

Du fragst Dich, was das ist?

Blinde Flecken, das sind für mich Tätigkeiten, die wir ganz automatisch jeden Tag tun, allerdings einhändig; das heißt nur mit der „gesunden“ Hand. Wir übersehen aber, dass wir manches davon auch zweihändig, vielleicht sogar nur mit der betroffenen Hand machen könnten; deshalb blinde Flecke.

Bei mir sind das Dinge wie: den Lichtschalter an- und ausknipsen, den Tisch wischen, den Kühlschrank öffnen uvm. Wie Du Deinen blinden Flecken auf die Spur kommen kannst, erfährst Du im Podcast.

Viel Spaß beim Hören!

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So integrierst Du Dein Training in Deinen Alltag!

Neulich in einer Coaching-Stunde hatte einer meiner Klienten eine Idee, die ich zukünftig auch wieder mehr umsetzen will:

 

Reserviere Dir in Deinem Kalender feste Zeiten für Dein Training!

Viele Menschen führen einen Kalender; privat und oder in der Arbeit. Schließlich dürfen wir unsere Verabredung mit dem besten Freund, der besten Freundin heute Abend nicht vergessen, müssen an die Präsentation nächste Woche in der Arbeit denken und an die Physiotherapie morgen Nachmittag.

Alle diese Termine halten wir fest; im Kalender-Buch, dem Wandkalender oder auch im Handy.

Warum dann nicht auch unser Training mit der Hand, dem Fuß (z.B. täglich 20-30 Minuten) schriftlich festhalten?

 

3 entscheidende Vorteile bietet das Ganze:

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Von der Lähmung in die Bewegung – So kann`s gehen!

Zurzeit arbeiten ein paar meiner Coaching-Klienten daran, ihre Finger von der Faust in die Streckung zu bringen. Was ich inzwischen herausgefunden habe: Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie das gelingen kann; von der Lähmung (der unbeweglichen Faust) in die Bewegung (die Streckung) zu kommen.

 

Eine Möglichkeit: Finde den Bewegungsbefehl!

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Wie lernen wir eigentlich?

Das eigene Handicap zu verbessern ist immer verbunden mit einem Lernprozess; wir lernen (wieder) unsere Hand zu öffnen, das Handgelenk zu bewegen, die Finger einzeln zu strecken.

Aber wie lernen wir eigentlich?
Was macht einen Lernprozess aus?
Was müssen wir beachten?
Genau das zeige ich Dir im heutigen Video!

Viel Spaß beim Gucken!

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