Letzte Woche habe ich Dir meine Top 5 Ziele für 2020 vorgestellt, an denen ich dieses Jahr arbeiten will.

 

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Hast Du schon Ideen, was Du dieses Jahr umsetzen willst; was Du an Deinem körperlichen Handicap aktiv verbessern willst?

 

Um meine Ziele für das neue Jahr festzulegen und auch für die Zielklärung mit meinen Klienten nutze ich 7 einfache, aber sehr effektive Fragen.

 

4 von diesen Fragen will ich Dir heute mit an die Hand geben!

Ich bin sicher: Du kannst sie wunderbar für Deine eigene Zielsetzung nutzen!

Mein Tipp: Schnapp Dir jetzt Stift und Papier oder auch die Tastatur Deines Computers oder Handys und mache Dir Notizen zu den einzelnen Fragen.

 

  1. Was willst Du?

Was würdest Du gerne mit Deiner besonderen Hand, Deinem Bein können?

Was würde Dich so richtig motivieren?

Ganz wichtig: An dieser Stelle ist Träumen nicht nur erlaubt, sondern absolut notwendig! Denn, wenn wir immer nur nach dem schauen, was uns irgendwie realistisch erscheint, kommt unser Gehirn gar nicht erst auf Touren. Es will stattdessen lieber Energie sparen und bei dem bleiben, was Du jetzt schon kannst.

Wenn Du aber richtig begeistert von Deinen Zielen bist (vielleicht auch, weil sie Dich herausfordern), dann sind wir in einem ganz anderen Zustand, unser Gehirn schüttet Glückshormone aus und wir können viel kreativer an die Zielumsetzung gehen.

Selbst, wenn Du an dieser Stelle merkst, Deine Träume sind noch weit entfernt; das macht nichts! Du kannst sie, wenn Du wirklich in die konkrete Arbeit gehst, immer noch in Teilziele unterteilen.

 

Ein Beispiel von mir:

Ich will es dieses Jahr unbedingt schaffen, meine rechte Hand komplett herumzudrehen; und zwar so, dass meine Handinnenfläche nach oben zeigt. Was mich daran motiviert? „Gib mir 5 mit meiner Nichte“; ich strecke ihr meine rechte Hand hin und sie gibt mir 5 mit ihrer Hand (einschlagen).

 

  1. Woran wirst Du merken, dass Du Deine Ziele erreicht hast?

Was ist dann anders in Deinem Leben? Was kannst Du dann mehr?

Vielleicht auch: Woran würden Deine Familie, Deine Freunde, Dein Partner, Deine Partnerin erkennen, dass Du Dein Ziel erreicht hast?

Wenn Du bei Frage 1 herausgefunden hast, dass Du verschiedene Ziele verfolgen willst, stelle Dir diese und die folgenden Fragen am besten für jedes Ziel einzeln.

 

Ein Beispiel von mir:

Ich werde merken, dass ich mein Ziel (die Drehung meines Handgelenks) erreicht habe, wenn mir während der Handgelenksdrehung nichts mehr aus der Hand fällt. Ich werde es daran merken, dass mein Handgelenk weicher und beweglicher ist und, wenn ich mit meiner Nichte „Gib mir 5“ spielen kann.

 

  1. Gibt es Bereiche oder Situationen in Deinem Leben, in denen Du Deine Ziele nicht willst?

Wenn ich diese Frage meinen Klienten stelle, kommt oft prompt die Antwort „Nein! Ich will meine Ziele überall in meinem Leben.“

Doch wenn sie länger darüber nachdenken, kommt manchmal ein:

„Naja, wenn ich meine Hand wieder normal einsetzen kann, dann müsste ich das auch wieder komplett tun; die Hausarbeit erledigen, kochen, waschen… Momentan übernimmt das mein Mann, meine Frau.“

Oder ich höre: „Naja, wenn ich wieder alles so wie früher könnte, würde ich vielleicht nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommen, die ich jetzt wegen meinem Handicap bekomme.“

Es ist absolut nicht schlimm, wenn Dir an dieser Stelle auch das ein oder andere einfällt, was Du möglicherweise verlieren könntest, wenn Du erreichst, was Du möchtest. Häufig steckt dahinter ein Bedürfnis wie hier im 2. Beispiel die Aufmerksamkeit, deren Verlust man fürchtet, wenn man seine Mobilität erweitert und weniger auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

Wichtig an dieser Stelle ist dann die Frage: Wie kannst Du das Bedürfnis, um das Du Dich sorgst, weiterhin erfüllen; auch dann, wenn Du Dein Ziel erreichst?

 

Andernfalls steht Dein Ziel möglicherweise im Konflikt mit einem Deiner Bedürfnisse. Und das kann schlimmstenfalls dazu führen, dass Du entweder erst gar nicht in die Umsetzung kommst oder vorschnell Dein Ziel aufgibst; einfach weil Du bewusst oder unbewusst fürchtest, etwas zu verlieren.

 

Deshalb mein Tipp: Nimm Dir für diese Frage (Gibt es Bereiche, in denen Du das Ziel nicht willst?) ruhig ein paar Minuten Zeit. Manchmal braucht die Antwort ein bisschen.

Und wenn Du jetzt feststellst: „Ich will mein Ziel überall.“ – Bingo! Lass uns mit Frage 4 weitermachen!

 

  1. Welche Ressourcen brauchst Du, um Dein Ziel zu erreichen?

Ein paar Beispiele gefällig? Aber klar:

Eine Ressource könnte sein:

  • Zeit,
  • Ruhe,
  • bestimmte Personen in Deinem Umfeld,
  • die richtigen Übungen,
  • Motivation usw.

 

Ein Beispiel von mir:

Um zu lernen, mein Handgelenk zu drehen, benötige ich abends 10 bis 15 Minuten Zeit zum Dehnen, ich will regelmäßig bewusst an meine rechte Hand denken und sie aktiv bewegen, ich benötige konkrete Übungen, um mein Handgelenk noch weiter in die Drehung zu bekommen. Und ich brauche Vertrauen in meine rechte Hand, dass ich mit ihr mein Ziel erreichen werde.

 

Welche Ressourcen benötigst Du für Dein Ziel?

 

 

Wenn Du mit den 4 Fragen fertig bist:

Lies Dir Deine Notizen am besten erneut durch und überlege mal:

Was könnten Deine ersten Umsetzungsschritte sein, um Deinem Ziel näher zu kommen?

 

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit den Fragen!

Poste hier in die Kommentare Deine Ziele für 2020!